16.02.2026 10:45
Polizei stoppt illegale Tuning-Fälle: Leistungssteigerung und Lärmemissionen in Hamburg// IN KÜRZE
In der Hamburger Innenstadt hat die Polizei am Wochenende mehrere Autofahrer wegen illegaler Modifikationen ihrer Fahrzeuge gestoppt. Unter anderem wurde ein Audi RS3 mit einer mutmaßlichen Leistungssteigerung von über 200 PS und manipulierten Abgasanlagen erwischt. Die Fahrer müssen mit hohen Bußgeldern und dem Verlust ihrer Betriebserlaubnis rechnen.
16.02.2026 | Quelle : Polizei Hamburg | Original: Zur Originalmeldung
In einem großangelegten Einsatz in der Hamburger Innenstadt hat die Polizei am vergangenen Wochenende mehrere Autofahrer überprüft, die durch technische Manipulationen an ihren Fahrzeugen Lärmemissionen verursachten. Besonders auffällig war ein Audi RS3, dessen Fahrer mit illegalen Modifikationen eine erhebliche Leistungssteigerung erreicht hatte. Der Einsatz der Dienstgruppe Autoposer fand am 13. und 14. Februar 2026 statt und zielt auf die Bekämpfung von Fahrzeuglärm und illegalem Tuning ab.
Die Kontrolle des Audi RS3 in der Ludwig-Erhard-Straße ergab, dass das Fahrzeug mit einer Klappenabgasanlage ausgestattet war, die durch ein unzulässiges Steuerungsmodul manipuliert wurde. Die Abgasklappen waren dauerhaft geöffnet, was zu einer massiven Erhöhung der Lärmemissionen führte. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der Mittelschalldämpfer, der Hauptkatalysator und der Ottopartikelfilter entfernt worden waren, während ein inhaltsloses Rohr an deren Stelle eingebaut wurde. Diese Veränderungen führten zu einer vermeintlichen Leistungssteigerung von 400 PS auf über 630 PS.
Die Geräuschpegelmessung ergab zudem einen Anstieg um acht Dezibel (dB), was weit über den zulässigen Grenzwerten liegt. Die Beamten stellten das Fahrzeug zur weiteren Begutachtung durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen sicher, und dem Fahrer drohen nun ein Bußgeld in Höhe von 135 Euro, ein Punkt im Fahreignungsregister sowie Verfahrenskosten von über 1.000 Euro.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich in der Adenauerallee, wo ein 25-jähriger Fahrer eines Mercedes CLS 500 kontrolliert wurde. Er hatte zuvor mehrere augenscheinliche Kurzsprints im Innenstadtbereich durchgeführt. Auch hier stellte die Polizei technische Manipulationen fest: Der Mittelschalldämpfer des Fahrzeugs war verändert, was zu einem Überschreiten des Standgeräuschs um zehn Dezibel führte.
Zusätzlich wurden im Bereich Neuer Wall hochmotorisierte Fahrzeuge beobachtet, die ebenfalls für unnötigen Lärm sorgten. Bei einer Kontrolle wurde ein 23-jähriger Fahrer eines Cupra Ateca angehalten, dessen Abgasklappen aufgrund von Manipulationen außer Betrieb waren. Auch in diesem Fall kam es zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und zur Sicherstellung des Fahrzeugs für Beweissicherungszwecke.
Die Polizei Hamburg hat betont, dass sie auch weiterhin konsequent gegen technische Manipulationen und übermäßigen Fahrzeuglärm vorgehen wird. Die Fahrer dieser Fahrzeuge müssen mit Bußgeldern in Höhe von 135 Euro rechnen sowie mit weiteren Verfahrenskosten in Höhe von rund 1.000 Euro. Darüber hinaus wurde gegen jeden von ihnen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verursachens von Lärmemissionen gefertigt, die mit mindestens 80 Euro geahndet wird.
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