04.12.2025 15:09
Zwei Brüder in Hamburg nach queerfeindlichen Straftaten festgenommen// IN KÜRZE
In Hamburg-Winterhude wurden zwei Brüder im Alter von 16 und 18 Jahren festgenommen, die mutmaßlich an mehreren queerfeindlichen Straftaten beteiligt sind. Die Polizei führte Durchsuchungen in ihren Wohnungen durch und stellte dabei umfangreiche Beweismittel sicher. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.
04.12.2025 | Quelle : Polizei Hamburg | Original: Zur Originalmeldung
Am 8. Oktober 2025 wurde in Hamburg-Winterhude ein Durchsuchungsbeschluss gegen zwei Brüder vollstreckt, die im Verdacht stehen, mehrfach queerfeindliche Straftaten begangen zu haben. Die Ermittler der Staatsschutzabteilung im Landeskriminalamt (LKA 73) zeigten sich nach intensiven Recherchen zuversichtlich, dass sie die mutmaßlichen Täter identifiziert haben. Diese Taten umfassen homophobe Beleidigungen, Körperverletzungen und Drohungen.
Die Vorfälle begannen Anfang Oktober, als ein 29-jähriger Mann während eines Spaziergangs im Hamburger Stadtpark von zwei jungen Männern homophob beleidigt wurde. Die Situation eskalierte, als die Täter einen Böller in seine Richtung warfen, der den Mann nur knapp verfehlte. Der Geschädigte konnte fliehen, bevor ein weiterer Böller detonierte, blieb jedoch unverletzt.
Nach dem Vorfall nahmen die Ermittlungen schnell Fahrt auf. Ein 18-jähriger Deutscher geriet aufgrund seiner mutmaßlichen Beteiligung in den Fokus der Staatsanwaltschaft. Im Rahmen einer Durchsuchung seiner Wohnung Anfang November konnten die Ermittler eine Vielzahl von Beweismitteln sicherstellen, die auf seine Verwicklung in die Taten hinwiesen.
Die Auswertung dieser Beweismittel führte die Ermittler schließlich zu seinem 16-jährigen Bruder, der ebenfalls in die Vorfälle involviert gewesen sein soll. Daraufhin erließ die Staatsanwaltschaft einen weiteren Durchsuchungsbeschluss für das Zimmer des Jugendlichen in der elterlichen Wohnung, der am 8. Oktober vollstreckt wurde.
Bei der Durchsuchung des Zimmers des 16-Jährigen fanden die Einsatzkräfte umfangreiche Beweismittel, unter anderem pyrotechnische Gegenstände. Die bisherigen Erkenntnisse des LKA 73 deuten darauf hin, dass die beiden Brüder für eine Reihe von queerfeindlichen Straftaten verantwortlich sind, die in den vergangenen Wochen in der Region gemeldet wurden.
Beide Männer wurden nach der erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt dauern an, um weitere Details zu klären und mögliche weitere Täter zu identifizieren.
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