16.04.2026 13:27

Über 3.390 Geschwindigkeitsverstöße: Polizei Hamburg zieht Bilanz nach großangelegter Verkehrskontrolle

// IN KÜRZE

Im Rahmen der europaweiten Verkehrssicherheitsaktion "ROADPOL Speed" führte die Polizei Hamburg am 15. April 2026 umfangreiche Verkehrskontrollen durch. Dabei wurden insgesamt knapp 3.390 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und zahlreiche Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Aktion soll auf die Gefahren von Geschwindigkeitsübertretungen und Aggressionsdelikten im Straßenverkehr aufmerksam machen.

16.04.2026 | Quelle : Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung

Am Mittwoch, den 15. April 2026, beteiligte sich die Polizei Hamburg unter der Leitung der Verkehrsdirektion 1 (VD 1) an der europaweiten Verkehrssicherheitsaktion "ROADPOL Speed". Von 6:00 bis 22:00 Uhr führten die Einsatzkräfte im gesamten Hamburger Stadtgebiet sowohl mobile als auch stationäre Verkehrskontrollen durch. Ziel war es, Geschwindigkeitsüberschreitungen zu ahnden und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Die Ergebnisse der Kontrollaktion sind alarmierend: Insgesamt wurden knapp 3.390 Geschwindigkeitsverstöße registriert. Diese Verstöße sind nicht nur ein Verstoß gegen die Verkehrsregeln, sondern zählen auch zu den Hauptursachen für Verkehrsunfälle in Hamburg. Im vergangenen Jahr wurden über 1.260 Verkehrsunfälle verzeichnet, bei denen Personen aufgrund von Geschwindigkeitsübertretungen und Missachtungen des Sicherheitsabstands verletzt wurden.

Der intensive Fokus auf Geschwindigkeitsüberwachung ist eine zentrale Maßnahme der Polizei Hamburg, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Bei den Kontrollen kamen sowohl mobile Geschwindigkeitsmessgeräte als auch stationäre Messanlagen zum Einsatz. Darüber hinaus wurden mehr als 570 Fahrzeuge und 604 Personen überprüft, was zu einer Vielzahl von Ermittlungsverfahren führte.

Die Bilanz der Polizeikräfte umfasst nicht nur Geschwindigkeitsverstöße. Insgesamt wurden unter anderem acht Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis, vier Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie ein Fall von Fahren unter Alkoholeinfluss festgestellt. Auch im Bereich der Ordnungswidrigkeiten wurden zahlreiche Verstöße dokumentiert, darunter 158 Verstöße im ruhenden Verkehr und 36 Fälle von verbotswidriger Handynutzung.

Besonders auffällig war auch die Vielzahl an Mängelmeldungen, die die Polizei ausstellte. Insgesamt 32 Mängel wurden festgestellt, häufig aufgrund technischer Mängel oder fehlender Dokumente. Diese Kontrollen sind Teil einer umfassenden Präventionsarbeit, bei der die Verkehrsdirektion 6 auch Aufklärungsgespräche führte und Informationsmaterialien an ungeschützte Verkehrsteilnehmende verteilte.

Die Polizei Hamburg betont die Wichtigkeit solcher Aktionen, um die Verkehrssicherheit langfristig zu erhöhen. Aggressionsdelikte und Geschwindigkeitsüberschreitungen sind nicht nur ein individuelles Risiko, sondern gefährden auch andere Verkehrsteilnehmer. Die Maßnahmen der Polizei sollen daher dazu beitragen, das Bewusstsein für die Verkehrssicherheit zu schärfen und Unfälle zu vermeiden.

Die nächste Aktion im Rahmen der Verkehrssicherheitsarbeit wird mit Spannung erwartet, da die Polizei Hamburg weiterhin an der Verbesserung der Verkehrssituation in der Hansestadt arbeiten wird. Verkehrsteilnehmer werden aufgefordert, die Verkehrsregeln zu beachten und verantwortungsbewusst zu fahren, um sich und andere zu schützen.