23.02.2026 12:42

Verkehrssicherheit in Hamburg: Tödliche Unfälle fast halbiert – Positive Bilanz für 2025

// IN KÜRZE

Die Verkehrssicherheitsbilanz 2025 für Hamburg zeigt einen signifikanten Rückgang der Verkehrstoten um über 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Verletzten ist auf einem historischen Tiefstand, während Unfälle mit Kindern und Elektrokleinstfahrzeugen zugenommen haben. Trotz des wachsenden Verkehrsaufkommens bleibt die Verkehrssicherheit auf hohem Niveau.

23.02.2026 | Quelle : Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung

Die Verkehrssicherheitsbilanz für das Jahr 2025 präsentiert erfreuliche Nachrichten für Hamburg: Die Zahl der Verkehrstoten ist im Vergleich zum Vorjahr drastisch gesunken. Polizeivizepräsident Mirko Streiber und der Leiter der Verkehrsdirektion, Thomas Model, stellten die Ergebnisse heute vor. Mit nur 21 Verkehrstoten im Jahr 2025, im Vergleich zu 39 im Jahr 2024, entspricht dies einem Rückgang von über 46 Prozent. Diese Entwicklung reiht sich in die bereits klar rückläufige Tendenz der letzten Jahre ein.

Insgesamt gab es im Jahr 2025 in Hamburg 64.310 Verkehrsunfälle, wobei die Mehrheit dieser Unfälle (56.778) lediglich zu Sachschäden führte. Bei den 7.532 Verkehrsunfällen mit Personenschaden wurden 8.845 Personen verletzt. Besonders erfreulich ist der Rückgang der Schwerverletzten, der mit 630 erneut rückläufig ist. Diese Zahlen belegen, dass es trotz des steigenden Verkehrsaufkommens und einer wachsenden Bevölkerung von rund 1,9 Millionen Menschen gelingt, die Verkehrssicherheit auf einem hohen Niveau zu halten.

Der Rückgang der Verkehrstoten ist nicht nur eine statistische Zahl, sondern zeigt auch die positiven Auswirkungen von Verkehrssicherheitsmaßnahmen. Besonders auffallend ist der Rückgang der tödlich verunglückten Fußgänger, deren Zahl von 14 im Vorjahr auf drei im Jahr 2025 gesunken ist. Bei den tödlichen Unfällen handelte es sich in 11 Fällen um Radfahrende, was darauf hinweist, dass ungeschützte Verkehrsteilnehmende weiterhin besonders gefährdet sind.

Die Unfallursachen sind jedoch nicht ohne Besorgnis. Die häufigsten Ursachen für Unfälle mit Personenschäden blieben die Kategorien "Geschwindigkeit und Abstand", "Fehler beim Abbiegen" sowie "Vorfahrt/Vorrang und Rotlicht". Zudem stiegen die Unfallzahlen mit Kindern und Elektrokleinstfahrzeugen deutlich an, was ebenfalls zu einem Anstieg der Verletztenzahlen führte.

Im Zusammenhang mit den tödlichen Unfällen ist auffällig, dass nur zwei der verunglückten Radfahrenden einen Helm trugen. Dies wirft Fragen nach der Sicherheit von Radfahrenden auf und unterstreicht die Empfehlungen der Polizei Hamburg, Schutzmaßnahmen ernst zu nehmen. Insbesondere die Unfälle, die durch das unachtsame Öffnen von Fahrzeugtüren verursacht wurden, machen deutlich, dass mehr Sensibilisierung und Aufklärung notwendig sind.

Insgesamt zeigt die Verkehrssicherheitsbilanz 2025, dass Hamburg auf einem guten Weg ist, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Dennoch bleibt die Herausforderung bestehen, insbesondere die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten und die Unfallursachen weiter zu reduzieren. Jedes verlorene Leben im Straßenverkehr ist eines zu viel, weshalb die Stadt weiterhin an Strategien zur Verbesserung der Verkehrssicherheit arbeiten muss.