09.10.2026 11:21

Großer Schlag gegen Betrügerbande: 50 Millionen Euro von 2.700 Anlegern ergaunert

// IN KÜRZE

In einer großangelegten Aktion haben Beamte des Landeskriminalamtes Hamburg am Mittwochmorgen Durchsuchungs- und Arrestbeschlüsse sowie Haftbefehle gegen eine Betrügerbande vollstreckt. Die Verdächtigen, die ein Finanzunternehmen führten, sollen mehr als 50 Millionen Euro von über 2.700 Geschädigten ergaunert haben. Die Ermittlungen laufen bereits seit mehreren Monaten und stehen im Verdacht der Geldwäsche.

09.10.2026 | Quelle: Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung  |  Teilweise mit KI erstellt

Am Mittwochmorgen führte das Landeskriminalamt Hamburg (LKA 51) mit Unterstützung von Polizeikräften aus Schleswig-Holstein und der Bundespolizei eine umfassende Aktion gegen eine Bande von Betrügern durch. Im Rahmen der Ermittlungen, die sich über mehrere Monate erstreckten, wurden diverse Durchsuchungs- und Arrestbeschlüsse sowie drei Haftbefehle vollstreckt. Die Verdächtigen stehen im Verdacht, banden- und gewerbsmäßigen Betrug in erheblichem Ausmaß begangen zu haben.

Die Ermittler haben herausgefunden, dass sieben Personen im Alter zwischen 32 und 64 Jahren ein Finanzunternehmen gegründet hatten, um über soziale Medien vermeintlich nicht existierende Kapitalanlageprodukte anzubieten. Diese wurden mit hohen Gewinnversprechen beworben, was dazu führte, dass insgesamt rund 2.700 Geschädigte etwa 50 Millionen Euro und 3,4 Millionen Euro in Kryptowährungen investierten.

Die Betreiber der Firma zahlten Fake-Gewinne an einige Anleger aus, um den Eindruck eines erfolgreichen Unternehmens zu erwecken. Es ist jedoch bekannt geworden, dass ein Großteil der eingezahlten Gelder für private Zwecke verwendet wurde. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hatte bereits im April dieses Jahres vor den Angeboten der Gesellschaft gewarnt und ein entsprechendes Geschäftskonto gesperrt.

Trotz dieser Warnungen führte die Betrügerbande ihre Geschäfte über eine neu gegründete Kapitalanlagegesellschaft weiter. Die Ermittler des LKA 66, spezialisiert auf Finanzermittlungen, leiteten daraufhin ein Verfahren wegen Geldwäsche ein, da auch Gelder über die Bankkonten von Privatpersonen geleitet und hierdurch möglicherweise gewaschen wurden.

Auf Grundlage der Ermittlungsergebnisse beantragte die Staatsanwaltschaft Hamburg beim Amtsgericht insgesamt 16 Durchsuchungsbeschlüsse, die in Hamburg und Schleswig-Holstein vollstreckt wurden. Bei den Durchsuchungen wurden nicht nur Wohnungen, sondern auch Geschäftsadressen der Tatverdächtigen untersucht. Zudem wurden Arrestbeschlüsse in achtstelliger Höhe erwirkt.

Im Rahmen der Aktion wurden hochwertige Vermögenswerte sichergestellt, darunter mehrere Fahrzeuge, darunter drei Mercedes-Benz und ein Audi, sowie Luxusuhren und Bargeld. Insgesamt beliefen sich die gepfändeten Werte auf rund 500.000 Euro. Auch Kontovermögen und Kryptowährungen in unbekannter Höhe sowie drei Immobilien wurden beschlagnahmt.

Die Ermittlungen des LKA und der Staatsanwaltschaft setzen den Fokus auf die umfassende Aufklärung der Machenschaften der Betrügerbande und die Rückführung der ergaunerten Gelder an die Geschädigten. Die Staatsanwaltschaft rechnet mit weiteren Entwicklungen in diesem Fall.