12.09.2026 17:03
Schüsse auf Linienbus: Polizei ermittelt 17-jährigen Tatverdächtigen in Hamburg-Neugraben// IN KÜRZE
In Hamburg-Neugraben-Fischbek wurden am Abend des 11. September 2026 mehrere Schüsse auf einen Linienbus abgegeben. Die Polizei hat einen 17-jährigen Tatverdächtigen identifiziert und Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Zudem wird gegen ihn und zwei weitere Jugendliche wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.
12.09.2026 | Quelle: Polizei Hamburg | Original: Zur Originalmeldung | Teilweise mit KI erstellt
Am 11. September 2026, gegen 20:50 Uhr, kam es vor dem S-Bahnhof Neugraben zu einem besorgniserregenden Vorfall, als mehrere Schüsse auf einen Linienbus abgegeben wurden. Der Bus, der die Linie 251 bediente, hatte zu diesem Zeitpunkt lediglich drei Fahrgäste an Bord, darunter eine 16-jährige Schülerin, die sich wegen eines Streits mit drei männlichen Jugendlichen in den Bus geflüchtet hatte. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, doch die Scheiben des Fahrzeugs wurden durch die Schüsse beschädigt.
Nach dem Vorfall fuhr der Busfahrer umgehend zum S-Bahnhof Neuwiedenthal, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten. Währenddessen flüchteten die drei Jugendlichen in unbekannte Richtung. Die Polizei leitete sofort Fahndungsmaßnahmen ein, an denen auch mehrere Funkstreifenwagen und ein Diensthund beteiligt waren. Trotz dieser Maßnahmen konnten die tatverdächtigen Personen zunächst nicht gefasst werden.
Der Kriminaldauerdienst der Polizei Hamburg übernahm noch in der Nacht die ersten Ermittlungen am Tatort, und die Mordkommission (LKA 41) wurde eingeschaltet. Durch die Auswertung von Zeugenaussagen konnten die Ermittler Hinweise auf drei Jugendliche im Alter von 17, 15 und 14 Jahren erhalten, die mit dem Vorfall in Zusammenhang stehen sollen.
Auf Grundlage dieser Informationen beantragte die Staatsanwaltschaft Hamburg Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der Verdächtigen in den Stadtteilen Neuenfelde und Bahrenfeld. In den frühen Morgenstunden des 12. September 2026 vollstreckten Einsatzkräfte diese Beschlüsse. Besonders im Objekt des 17-Jährigen, der ukrainischer Staatsangehöriger ist, kamen auch Spezialeinsatzkräfte zum Einsatz.
Die Durchsuchungen führten zur Auffindung einer Schusswaffe im Keller des 17-Jährigen, die sich als Luftdruckwaffe herausstellte, sowie zur dazugehörigen Munition. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Darüber hinaus stehen er und seine beiden Begleiter unter dem Verdacht, gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben, da sie zuvor bereits Schießübungen mit einer Schusswaffe im Bereich Königswiesen durchgeführt haben sollen.
Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden die Jugendlichen entlassen, da keine Haftgründe vorlagen. Die Ermittlungen von LKA und Staatsanwaltschaft dauern an, um weitere Details zu klären und gegebenenfalls weitere rechtliche Schritte einzuleiten.
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