29.06.2026 15:21

Polizei schlägt Drogenring in Hamburg-Lohbrügge und Farmsen-Berne nieder: Luxushäuser und Fahrzeuge beschlagnahmt

// IN KÜRZE

In Hamburg-Lohbrügge und Farmsen-Berne hat das Landeskriminalamt zwei hochwertige Fahrzeuge sowie ein Einfamilienhaus beschlagnahmt. Die 32-jährige Verdächtige steht im Verdacht, das Haus mit gefälschten Gehaltsnachweisen finanziert und für Drogengeschäfte genutzt zu haben. Die Ermittlungen dauern an.

29.06.2026 | Quelle : Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung

In einer konzertierten Aktion hat das Landeskriminalamt (LKA) Hamburg am vergangenen Donnerstag umfangreiche Vermögenswerte in den Stadtteilen Lohbrügge und Farmsen-Berne beschlagnahmt. Im Fokus der Ermittlungen steht eine 32-jährige Deutsche, die beschuldigt wird, ein Einfamilienhaus mit rechtswidrig erlangten Mitteln finanziert und für den Drogenanbau vermietet zu haben.

Die Ermittlungen der Abteilung für Finanzermittlungen (LKA 66) und des Drogendezernats (LKA 62) führten die Beamten auf die Spur der Verdächtigen. Diese soll im Juni 2024 mithilfe gefälschter Gehaltsnachweise einen Kredit über 585.000 Euro beantragt und diesen für den Erwerb eines Einfamilienhauses in Lohbrügge verwendet haben. Das Grundstück wurde anschließend an Personen vermietet, von denen bekannt war, dass sie dort Cannabis in erheblichem Umfang anbauten.

Bereits im November 2025 hatten die Ermittler im Rahmen einer Durchsuchung im besagten Einfamilienhaus über 850 Cannabispflanzen und etwa 65 Kilogramm abgeerntetes Marihuana sichergestellt. Es wird vermutet, dass die Mietzahlungen der Verdächtigen zur Tilgung des Hauskredits verwendet wurden, was die Erlöse aus dem Drogenanbau verschleierte.

Im Laufe der Durchsuchung am vergangenen Donnerstag vollstreckten die Polizisten mehrere vom Amtsgericht erlassene Beschlüsse. Dabei wurden ein Porsche Cayenne, ein Mercedes C200 sowie zwei hochwertige Armbanduhren sichergestellt. Zudem wurden Kontoguthaben und ein Bargeldbetrag von rund 8.200 Euro beschlagnahmt. Das Einfamilienhaus inklusive Grundstück wurde ebenfalls beschlagnahmt.

Die 32-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen aufgrund fehlender Haftgründe wieder entlassen. Gegen sie wird wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Hamburg und das LKA 66 führen die Ermittlungen weiterhin gemeinsam durch.

Die Aktion der Polizei zeigt einmal mehr die Entschlossenheit der Hamburger Sicherheitsbehörden, gegen die organisierte Kriminalität und Drogenhandel vorzugehen. Der Fall ist Teil einer größeren Ermittlungsreihe, die darauf abzielt, die Zusammenhänge zwischen Finanzkriminalität und Drogenhandel zu beleuchten.