26.05.2026 16:03

Jugendliche überwältigen Männer in Hamburg – Polizei nimmt acht Verdächtige fest

// IN KÜRZE

Die Hamburger Polizei hat acht Jugendliche vorläufig festgenommen, die im Verdacht stehen, mehrere Raubüberfälle im Hamburger Osten begangen zu haben. Unter dem Vorwand, sich als junge Frau auszugeben, vereinbarten sie Treffen mit Männern und überfielen diese dann brutal. Zwei der Verdächtigen wurden inzwischen in Untersuchungshaft genommen.

26.05.2026 | Quelle : Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung

In der Hansestadt Hamburg kam es seit Mitte Mai zu einer besorgniserregenden Serie von Raubüberfällen, bei denen die Täter auf ausgeklügelte Weise vorgingen. Die Kriminalpolizei konnte nun neun tatverdächtige Jugendliche identifizieren, von denen acht am vergangenen Freitag vorläufig festgenommen wurden. Zwei der Verdächtigen, beide 17 Jahre alt, wurden daraufhin vom Haftrichter in Untersuchungshaft genommen.

Die Ermittlungen des Raubdezernats der Region Bergedorf (LKA 173) ergaben, dass die Täter über soziale Medien Kontakt zu ihren Opfern aufnahmen. Unter dem Decknamen "Yasmin" versuchten sie, Männer zu Treffen zu bewegen. Diese Treffen fanden unter anderem in den Stadtteilen Curslack, Wandsbek und Farmsen-Berne statt, wo sie unvermittelt zuschlugen.

In mindestens fünf Fällen setzten die männlichen Jugendlichen körperliche Gewalt ein, um von ihren Opfern Bargeld zu erbeuten. Insgesamt sollen sie im Tatzeitraum mehr als 2.350 Euro erlangt haben. Die Polizei ist sich sicher, dass die Täter mit ihrem Vorgehen ein einheitliches Muster verfolgten, was die Ermittlungen erleichterte.

Im Rahmen der intensiven Ermittlungsarbeit führte die Polizei am vergangenen Freitag fünf Durchsuchungsbeschlüsse an den Wohnanschriften der tatverdächtigen Jugendlichen durch. Unterstützt wurde sie dabei von der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Landesbereitschaftspolizei (BFE), die insbesondere im Stadtteil Lohbrügge aktiv war.

Bei den Durchsuchungen konnten mehrere Beweismittel sichergestellt werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden acht Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren vorläufig festgenommen. Fünf von ihnen wurden nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung entlassen, während eine weibliche Jugendliche ohne weitere Maßnahmen auf freiem Fuß blieb.

Die Polizei ermittelt weiterhin, um festzustellen, ob die Verdächtigen auch für weitere Raubüberfälle verantwortlich sind. In diesem Zusammenhang wird die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten. Mögliche Geschädigte sowie Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 040/4286-56789 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden. Die Ermittlungen werden in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft fortgeführt.