18.05.2026 13:03

Homophobe Attacke in Hamburger S-Bahn: Polizei bittet um Hinweise

// IN KÜRZE

Am frühen Samstagmorgen wurden in einer S-Bahn zwei Personen in Hamburg-Neustadt mutmaßlich homophob beleidigt und geschlagen. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise zu dem flüchtigen Täter geben können. Die Geschädigten blieben körperlich unverletzt, erlitten jedoch Schmerzen.

18.05.2026 | Quelle : Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung

In der Nacht zum Samstag, den 16. Mai 2026, kam es in einer S-Bahn auf der Strecke vom Hauptbahnhof nach Pinneberg zu einem brutalen Übergriff. Zwei Fahrgäste, ein 29-jähriger Mann und eine 30-jährige Transperson, wurden im Bereich des Jungfernstiegs offenbar Opfer eines homophob motivierten Angriffs. Die Polizei Hamburg hat nun eine Zeugenaufruf gestartet, um den Täter ausfindig zu machen.

Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei ereignete sich der Vorfall um 05:38 Uhr, kurz vor der Haltestelle Jungfernstieg. Der Täter, ein etwa 30 Jahre alter Mann, sprach die beiden Geschädigten in einem russischen Akzent auf Deutsch an. Es folgten homophobe Beleidigungen und obszöne Gesten, bevor der Angreifer unvermittelt die Faust gegen die Gesichter der beiden Opfer richtete.

Die Geschädigten verließen daraufhin die S-Bahn an der Station Jungfernstieg und informierten umgehend die Polizei. Der Angreifer blieb hingegen im Zug und konnte entkommen. Laut den ersten Aussagen der Betroffenen verspürten sie Schmerzen, allerdings war eine medizinische Behandlung nicht notwendig.

Die Ermittlungen werden nun vom für Hasskriminalität zuständigen Staatsschutz (LKA 73) weitergeführt. Die Polizei hat die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten und sucht dringend nach Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zur Identität des Täters geben können. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 040/4286-56789 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.

Die Hamburger Polizei hat zudem einen WhatsApp-Kanal eingerichtet, über den Bürgerinnen und Bürger schnell informiert werden können. Dies ist ein weiterer Schritt, um die Kommunikation zwischen der Polizei und der Bevölkerung zu verbessern und auf solche Vorfälle schnell zu reagieren.

Hasskriminalität ist ein ernstes Problem, das nicht nur in Hamburg, sondern auch bundesweit beobachtet wird. Die Polizei appelliert an alle Bürger, sich aktiv gegen solche Übergriffe zu stellen und bei Verdacht umgehend die Behörden zu informieren. Jede noch so kleine Beobachtung könnte entscheidend sein.