28.04.2026 13:39

Raser in Hamburg-St. Georg: Polizei stoppt flüchtenden Autofahrer nach gefährlicher Verfolgungsjagd

// IN KÜRZE

Ein 21-jähriger Autofahrer wurde am 27. April 2026 in Hamburg-St. Georg von der Polizei gestoppt, nachdem er sich mit überhöhter Geschwindigkeit einer Verkehrskontrolle entzogen hatte. Der Mann kollidierte während seiner Flucht mit mehreren Fahrzeugen und wird nun wegen verschiedener Verkehrsdelikte ermittelt.

28.04.2026 | Quelle : Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung

Am Nachmittag des 27. April 2026 entglitt einem 21-jährigen Autofahrer in Hamburg-St. Georg die Kontrolle über sein Fahrzeug, als er sich einer Verkehrskontrolle entziehen wollte. Die Polizei bemerkte den Audi A3 mit entstempelten Kennzeichen und hielt ihn im Bereich Esplanade / Dammtordamm an. Als die Beamten sich dem Fahrzeug näherten, beschleunigte der Fahrer jedoch unvermittelt und flüchtete über die Alsterglacis in Richtung Kennedybrücke.

Die Einsatzkräfte der Verkehrsdirektion Ost (VD 3) nahmen die Verfolgung des rasenden Fahrers auf. Während der Flucht zeigte der Fahrer ein rücksichtsloses Verhalten: Er befuhr Sperrflächen, wechselte mehrfach in den Gegenverkehr und nutzte einen abgesperrten Baustellenbereich, um andere Fahrzeuge zu überholen. Die Polizei dokumentierte, dass der Audi-Fahrer eine Geschwindigkeit von über 100 km/h erreichte, obwohl auf der Strecke nur 50 km/h erlaubt sind.

Im Einmündungsbereich Kennedybrücke / Ferdinandstor kam es schließlich zu einem Zusammenstoß mit einem Lkw, der von einem 54-jährigen Fahrer gesteuert wurde. Unmittelbar danach kollidierte der Audi-Fahrer auch mit einem Seat, der von einem 53-Jährigen gefahren wurde. Bei diesen Unfällen entstand erheblicher Sachschaden, doch glücklicherweise blieben alle Beteiligten unverletzt.

Die Flucht des Audi-Fahrers endete kurz darauf, als er von mehreren alarmierten Funkstreifenwagenbesatzungen gestoppt werden konnte. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann mutmaßlich ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war. Die Polizei leitete gegen ihn ein Strafverfahren wegen Verkehrsunfallflucht, der Durchführung eines unerlaubten Straßenrennens als Alleinfahrer sowie wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein.

Der Audi wurde von den Beamten sichergestellt, und der Tatverdächtige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Ermittlungen in diesem Fall werden nun bei der Verkehrsdirektion Innenstadt/West (VD 2) fortgesetzt.

Die Polizei Hamburg sucht dringend Zeuginnen und Zeugen, die weitere Informationen zu den Fahrmanövern des Audi-Fahrers oder sonstige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise können unter der Telefonnummer 040 4286-56789 an das Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder an jede Polizeidienststelle gerichtet werden.