10.04.2026 13:18

Verkehrssicherheitsaktion „Rücksicht auf Kinder“: Polizei zieht ernüchternde Bilanz

// IN KÜRZE

Im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion „Rücksicht auf Kinder…kommt an!“ führte die Polizei Hamburg von Mitte März bis Anfang April umfangreiche Kontrollen durch. Dabei wurden über 8.000 Verstöße im unmittelbaren Umfeld von Schulen und Kitas registriert. Die Aktion zielte darauf ab, die Sicherheit auf den Schulwegen zu erhöhen und das Bewusstsein für richtige Verkehrsverhaltensweisen zu schärfen.

10.04.2026 | Quelle : Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung

Verkehrssicherheitsaktion „Rücksicht auf Kinder“: Polizei zieht ernüchternde Bilanz © Logo

Die Polizei Hamburg hat in einem Zeitraum von drei Wochen eine umfassende Verkehrssicherheitsaktion durchgeführt, die sich insbesondere an Kinder und deren sichere Mobilität richtete. Unter dem Motto „Rücksicht auf Kinder…kommt an!“ fanden die Maßnahmen zwischen dem 16. März und dem 2. April 2026 statt und wurden in Kooperation mit der Schulbehörde sowie Elternräten organisiert. Ziel der Aktion war es, die Schüler auf ihrem Weg zur Schule vor den Gefahren im Straßenverkehr zu schützen und die selbständige Mobilität zu fördern.

Insgesamt waren annähernd 1.200 Einsatzkräfte der verschiedenen Verkehrsdirektionen und Polizeikommissariate im Einsatz, die sowohl Verkehrskontrollen als auch präventive Maßnahmen durchführten. Während dieser Zeit wurden rund 5.000 Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt, insbesondere über das Thema „Elterntaxis“, welches oft für gefährliche Situationen im Straßenverkehr sorgt. Diese Gespräche fanden sowohl an Schulen als auch im Umfeld der Bildungseinrichtungen statt.

Die umfassenden Kontrollen umfassten mehr als 1.050 Verkehrskontrollen, bei denen circa 1.650 Fahrzeuge sowie rund 1.600 Personen überprüft wurden. Die Einsatzkräfte setzten zudem mobile Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen ein, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Diese Maßnahmen führten zu einer alarmierenden Bilanz, die insgesamt mehr als 8.000 Verstöße im Umfeld von Grundschulen und Kitas dokumentierte.

Von den festgestellten Ordnungswidrigkeiten entfielen die meisten auf Geschwindigkeitsüberschreitungen, die mit 6.979 Fällen die häufigsten Verstöße darstellten. Darüber hinaus wurden 584 Parkverstöße registriert, 73 Fälle, in denen Kinder nicht ordnungsgemäß gesichert waren, sowie 46 Verstöße gegen die Anschnallpflicht. Auch das Missachten roter Ampeln wurde in 23 Fällen dokumentiert, während 327 sonstige Verkehrsverstöße verzeichnet wurden.

Die Polizei Hamburg kündigte an, auch zukünftig regelmäßige Kontrollen durchzuführen, um die Verkehrssicherheit im Umfeld von Schulen und Kindertagesstätten weiter zu erhöhen. Die kontinuierliche Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmenden soll helfen, die Gefahren im Straßenverkehr für Kinder zu minimieren und ihnen somit einen sicheren Schulweg zu ermöglichen.

Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung und den Schulen zeigen, dass solche Aktionen dringend notwendig sind. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden, besonders in der Nähe von Schulen und Kitas aufmerksam und rücksichtsvoll zu fahren, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.