02.04.2026 14:39

Polizei und Zoll gehen gemeinsam gegen Sozialleistungsbetrug und unerlaubte Arbeitsaufnahme in Hamburg vor

// IN KÜRZE

Bei einem gemeinsamen Einsatz der Polizei Hamburg, dem Zollamt und der Agentur für Arbeit wurden am 1. April 2026 in Hamburg-Eidelstedt und der Innenstadt zahlreiche Kontrollen durchgeführt. 44 Fahrzeuge und 47 Personen wurden überprüft, wobei mehrere Verdachtsfälle von unerlaubter Arbeitsaufnahme und Sozialleistungsbetrug aufgedeckt wurden.

02.04.2026 | Quelle : Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung

Im Rahmen eines koordinierten Verbundeinsatzes haben Einsatzkräfte der Polizei Hamburg am 1. April 2026 in den Stadtteilen Eidelstedt und der Hamburger Innenstadt umfangreiche Kontrollen zur Bekämpfung von unerlaubter Arbeitsaufnahme und Sozialleistungsbetrug durchgeführt. Die Maßnahme fand in Zusammenarbeit mit dem Zollamt Hamburg, der Agentur für Arbeit und dem Landeskriminalamt Schleswig-Holstein statt und zielte darauf ab, die Effektivität der Bekämpfung dieser Delikte durch enge Kooperation zu erhöhen.

Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte beteiligt, die sowohl stationäre als auch mobile Kontrollen durchführten. Bei der stationären Kontrolle in der Schnackenburgallee wurden 44 Fahrzeuge und 47 Personen überprüft. Die Polizei hat in der Vergangenheit häufig Mängel bei der technischen Sicherheit von Lieferfahrzeugen festgestellt, darunter unzureichende Bereifung und Mängel bei Brems- oder Lichtanlagen.

Ein Schwerpunkt der Kontrollen lag auf den Zustellern, die nicht selten ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs sind und gegen Sozialvorschriften verstoßen. Laut den Ermittlungen sind den Behörden mehrere Verstöße im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Sozialleistungen im Zustellgewerbe bekannt geworden.

Die Mitarbeitenden der Agentur für Arbeit führten Kontrollen bei insgesamt elf Personen durch, wobei bei zwei Personen der Verdacht der unerlaubten Arbeitsaufnahme aufkam. Zudem gab es Hinweise auf sogenannte Scheinselbstständigkeit bei einer weiteren Person. Der Zoll leitete Ermittlungen bei 13 von 47 kontrollierten Personen ein, die verdächtigt werden, unerlaubt gearbeitet zu haben.

Ein besonders kritischer Fall betraf einen 30-jährigen Ghanaer, bei dem der Verdacht bestand, dass er sich illegal in Deutschland aufhielt. Die Polizei hat ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet. Insgesamt wurden zwölf Personen vorläufig die Weiterfahrt untersagt, darunter auch Fahrer, die unter dem Einfluss von Drogen standen oder ohne gültige Fahrerlaubnis fuhren.

Die Kontrollen deckten weiterhin zehn Fälle mangelnder Ladungssicherung auf, was die Einleitung von Ordnungswidrigkeitenverfahren zur Folge hatte. Zudem wurden acht weitere Verfahren in Bezug auf Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten eingeleitet, unter anderem wegen fehlender Dokumentation. Diese Maßnahmen stellen den Auftakt für weitere unangekündigte Einsätze dar, die in Zukunft regelmäßig durchgeführt werden sollen, um die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften im Zustellgewerbe zu gewährleisten.