19.03.2026 11:06

Hamburg kontrolliert Verkehrssicherheit: Über 1.000 Verstöße bei großangelegter Aktion

// IN KÜRZE

Am 18. März 2026 führte die Polizei Hamburg eine umfassende Verkehrskontrolle durch, bei der der Fokus auf ungeschützten Verkehrsteilnehmenden lag. Insgesamt wurden 773 Fahrzeuge und 863 Personen überprüft, was zu 1.002 Geschwindigkeitsverstößen und weiteren Ordnungswidrigkeiten führte. Besondere Vorkommnisse betrafen Fahrer unter Drogen und ohne gültige Fahrerlaubnis.

19.03.2026 | Quelle : Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung

Hamburg kontrolliert Verkehrssicherheit: Über 1.000 Verstöße bei großangelegter Aktion © Mobil. Aber sicher!

Am Mittwoch, den 18. März 2026, führte die Polizei Hamburg unter der Leitung der Verkehrsdirektion Süd eine weitreichende Verkehrskontrolle im gesamten Hamburger Stadtgebiet durch. Diese Maßnahme, die von 6:00 bis 22:00 Uhr stattfand, hatte das Ziel, insbesondere die Sicherheit ungeschützter Verkehrsteilnehmenden wie Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Bei der Kontrolle waren insgesamt 264 Polizeikräfte aus verschiedenen Direktionen sowie der Schutz- und Wasserschutzpolizei im Einsatz.

Die Aktion zielte darauf ab, sowohl Fahrzeugführer zu überprüfen, die durch gefährliche Fahrweise ungeschützte Verkehrsteilnehmer gefährden könnten, als auch die ungeschützten Verkehrsteilnehmenden selbst, die durch Ablenkung oder andere Fehlverhalten zur Gefährdung im Straßenverkehr beitragen. Die Kontrolle führte zur Überprüfung von 773 Fahrzeugen und 863 Personen, wobei zahlreiche Verstöße festgestellt wurden.

Die Bilanz der Kontrollen fällt alarmierend aus: Die Polizei leitete insgesamt 1.002 Verfahren wegen Geschwindigkeitsverstößen ein. Zudem wurden 235 Parkverstöße und 200 Missachtungen roter Ampeln dokumentiert, wobei diese Verstöße sowohl Kraftfahrzeugführer als auch Radfahrer und Fußgänger betrafen. Darüber hinaus wurden 90 Fälle von verbotswidriger Handynutzung registriert.

Ein weiteres Augenmerk lag auf der Anschnallpflicht, die in 39 Fällen missachtet wurde, sowie auf Fahrern, die unter dem Einfluss berauschender Mittel standen – in 15 Fällen wurde dies festgestellt. Die Polizei ordnete 15 Blutprobenentnahmen an und untersagte 27 Fahrzeugführenden vorläufig die Weiterfahrt.

Die Verkehrsdirektion 6 führte zudem Präventionsarbeit in der Rindermarkthalle im Stadtteil St. Pauli durch, wo rund 200 Aufklärungsgespräche stattfanden und Informationsmaterial zur Sichtbarkeit von ungeschützten Verkehrsteilnehmenden verteilt wurde. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr zu schärfen und die Sicherheit zu erhöhen.

Besondere Vorkommnisse während der Kontrollen betrafen einen 36-jährigen Fahrzeugführer, der unter dem Einfluss von Kokain einen Wagen lenkte. Neben der Anordnung einer Blutprobenentnahme kam der Verdacht auf, dass der Mann illegal im Bundesgebiet lebte und arbeitete. Auch sein Beifahrer war verdächtig und wurde entsprechend überprüft.

Insgesamt wurden neben den schweren Verstöße auch 29 Mängelmeldungen wegen technischer Defekte oder fehlender Papiere ausgestellt. Die Polizei Hamburg betont, dass solche Kontrollen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit unerlässlich sind und auch in Zukunft fortgesetzt werden.