16.03.2026 17:27
Große Chemikalien-Razzia in Hamburg: 50 Kilogramm explosive Stoffe sichergestellt// IN KÜRZE
In Hamburg-Bramfeld hat das Landeskriminalamt bei einer Durchsuchung die Wohnung eines 40-Jährigen durchsucht und rund 50 Kilogramm chemische Grundstoffe zur Herstellung explosiver Stoffe sichergestellt. Der Verdacht besteht, dass der Mann illegale Pyrotechnik herstellen wollte. Er wurde nach den polizeilichen Maßnahmen vor Ort entlassen, die Ermittlungen dauern an.
16.03.2026 | Quelle : Polizei Hamburg | Original: Zur Originalmeldung
Am 13. März 2026 führte das Landeskriminalamt für Sprengstoffdelikte (LKA 75) in Hamburg-Bramfeld eine umfangreiche Durchsuchung durch. Im Rahmen der Maßnahmen an der Wohnanschrift eines 40-jährigen Mannes konnten die Beamten etwa 50 Kilogramm verschiedener chemischer Grundstoffe sicherstellen. Diese Stoffe sind geeignet zur Herstellung explosionsgefährlicher Materialien.
Die Ermittlungen des LKA 75 wurden durch Hinweise aus einer Online-Verkaufsplattform angestoßen. Dort hatte der Tatverdächtige in größerem Umfang verschiedene, auch erlaubnisfreie Ausgangsstoffe zur Herstellung von pyrotechnischen Gegenständen erworben. Aufgrund dieser Informationen und des Verdachts, dass der Mann ohne die erforderliche sprengstoffrechtliche Erlaubnis handelte, wurde ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt.
Die Durchsuchung erfolgte in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Hamburg und wurde von einem Richter genehmigt. Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Einsatzkräfte im Keller des Einfamilienhauses neben den chemischen Grundstoffen auch selbstgefertigte pyrotechnische Effektsätze sowie Knallkörper. Darüber hinaus wurde ein industriell gefertigtes Mahlwerk sichergestellt, das offenbar zur Herstellung explosionsgefährlicher Stoffe genutzt werden sollte.
Die Polizei stellte zudem Füllmaterial für sogenannte Kugelbomben sicher. Diese Funde lassen darauf schließen, dass der Verdächtige möglicherweise eine illegale Produktion von Pyrotechnik plante. Trotz der schwerwiegenden Vorwürfe wurde der 40-Jährige nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort entlassen.
Die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden sind noch im Gange. Das LKA 75 wird weiterhin die Hintergründe der Beschaffung und möglichen Herstellung der explosives Materialien untersuchen. Die Polizei Hamburg appelliert an die Öffentlichkeit, verdächtige Aktivitäten zu melden und so zur Sicherheit in der Stadt beizutragen.
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