14.01.2026 14:42

Autofahrer flüchtet vor Polizei und rammt Streifenwagen – Schüsse fallen

// IN KÜRZE

In der Nacht zu Sonntag kam es in Hamburg-Tonndorf zu einer spektakulären Verfolgungsjagd, als ein 25-jähriger Autofahrer vor einer Verkehrskontrolle flüchtete. Die Polizei setzte bei der Festnahme Schüsse auf die Reifen des flüchtenden Fahrzeugs ab, bevor der Mercedes gegen einen Baum prallte. Der Fahrer und sein Beifahrer wurden vorläufig festgenommen, während die Polizei weitere Ermittlungen einleitete.

14.01.2026 | Quelle : Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung

In Hamburg-Tonndorf geriet ein 25-jähriger Autofahrer in der Nacht zum 14. Januar 2026 in eine dramatische Verfolgungsjagd mit der Polizei. Um 03:42 Uhr wollte eine zivile Funkstreifenwagenbesatzung des Polizeikommissariats 38 den Fahrer eines Mercedes kontrollieren, nachdem dieser durch seine mutmaßlich überhöhte Geschwindigkeit aufgefallen war. Der Fahrer ignorierte jedoch die Anhaltesignale der Polizei und versuchte zu flüchten.

Die Verfolgungsfahrt führte durch die Stadtteile Jenfeld und Tonndorf, wobei der Fahrer zahlreiche Verkehrsregeln missachtete. Er fuhr rücksichtslos über Geh- und Radwege sowie bei roter Ampel weiter. Die Situation eskalierte, als mehrere alarmierte Funkstreifenwagen den Mercedes schließlich in der Tonndorfer Hauptstraße stoppen und einkreisen konnten.

Nachdem die Polizeibeamten sich dem Fahrzeug genähert hatten, setzte der Fahrer plötzlich zurück und rammte zwei der Streifenwagen. In diesem kritischen Moment gaben die Polizisten Schüsse auf die hinteren Reifen des Fahrzeugs ab, jedoch wurde dabei niemand verletzt. Der Mercedes kam schließlich zum Stehen, nachdem er gegen einen Baum gestoßen war.

Die Polizei nahm den 25-jährigen Fahrer mit deutscher Staatsangehörigkeit sowie seinen 24-jährigen Beifahrer mit syrischer Staatsangehörigkeit vorläufig fest. Der Fahrer erlitt dabei leichte Verletzungen und wurde durch eine Rettungswagenbesatzung medizinisch versorgt. Während der Festnahme erhielten die Beamten Hinweise auf den Einfluss berauschender Mittel, weshalb eine Blutprobe angeordnet wurde.

Zusätzlich fanden die Einsatzkräfte im Fahrzeug ein Magazin mit mehreren Patronen, was zu einem weiteren Strafverfahren gegen die Tatverdächtigen führte. Der Kriminaldauerdienst übernahm vor Ort die ersten Ermittlungen, die vom zuständigen Landeskriminalamt (LKA 151) fortgeführt werden. Ein Verkehrsunfall-Team der Verkehrsdirektion nutzte zur Rekonstruktion des Vorfalls einen 3D-Scanner, um die Einzelheiten des Unfalls genau zu dokumentieren.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Vorfalls sind noch im Gange, und die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Bei weiteren Fragen stehen die Pressestelle der Polizei Hamburg sowie die zuständigen Ermittlungsbehörden bereit.