09.01.2026 11:33

Blutige Auseinandersetzung in Hamburg-Sülldorf: Zwei Männer schwer verletzt

// IN KÜRZE

In Hamburg-Sülldorf sind am Donnerstagmorgen zwei Männer im Alter von 54 und 58 Jahren bei einer Auseinandersetzung mit einem mutmaßlichen Angreifer verletzt worden. Ein 20-Jähriger wurde vorläufig festgenommen, während die Verletzten im Krankenhaus notoperiert wurden. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

09.01.2026 | Quelle : Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung

Ein schweres Verbrechen erschütterte am frühen Donnerstagmorgen den Stadtteil Sülldorf in Hamburg. Gegen 5:45 Uhr erhielt die Polizeieinsatzzentrale einen Notruf, in dem ein Anrufer zwei verletzte Männer in einer Wohnunterkunft in der Straße Sieversstücken meldete. Die eintreffenden Einsatzkräfte fanden die beiden Männer, im Alter von 54 und 58 Jahren, ansprechbar vor. Beide wiesen jedoch mehrere Stichverletzungen auf.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Geschädigten und einem ihnen zumindest flüchtig bekannten Mann. Während dieser Konfrontation wurden die Männer durch Messerstiche verletzt. Der Angreifer konnte zunächst in unbekannte Richtung flüchten, was eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Polizeifahrzeugen zur Folge hatte. Diese führte jedoch zunächst zu keinen Ergebnissen.

Im Verlauf der Ermittlungen gelang es den Zielfahndern des Landeskriminalamts (LKA 23), den 20-jährigen mutmaßlichen Täter, der irakischer Staatsangehörigkeit ist, im Bereich Hamburg-Altona festzunehmen. Die Festnahme erfolgte ohne Widerstand, sodass die Beamten den Verdächtigen sicher in Gewahrsam nehmen konnten. Die Hintergründe der Tat waren zu diesem Zeitpunkt jedoch weiterhin unklar.

Die beiden verletzten Männer erhielten schnellstmöglich medizinische Hilfe von Rettungswagenbesatzungen und Notärzten. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert, wo sie notoperiert wurden. Laut aktuellen Informationen ist der Gesundheitszustand beider Patienten stabil, jedoch bleibt abzuwarten, wie sich ihre Verletzungen entwickeln.

Die Ermittlungen wurden anschließend vom Kriminaldauerdienst (LKA 26) übernommen und in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft für Kapitaldelikte fortgeführt. Die Einsatzkräfte konnten zudem das mutmaßliche Tatmittel, ein Messer, sicherstellen, das als Beweis in den Ermittlungen dienen soll.

Der 20-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in ein Untersuchungsgefängnis überstellt. Ob ein Haftbefehl gegen ihn erlassen wird, steht derzeit noch aus. Die Mordkommission (LKA 41) arbeitet intensiv daran, die Hintergründe des versuchten Tötungsdelikts zu klären, während die Fahndung nach weiteren möglichen Tatbeteiligten fortgesetzt wird.