02.10.2026 11:36

Razzia in Hamburg: Millionenbetrug durch Finanzberater aufgedeckt!

// IN KÜRZE

Die Polizei Hamburg hat in einer großangelegten Aktion mehrere Durchsuchungen in Hamburg-Othmarschen, Rotherbaum und Schleswig-Holstein durchgeführt. Im Fokus stehen ein 48-jähriger Finanzberater und seine 39-jährige Ehefrau, die verdächtigt werden, durch falsche Beratungshonorare und unrechtmäßige Darlehensvergaben über 7,69 Millionen Euro erlangt zu haben.

02.10.2026 | Quelle: Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung  |  Teilweise mit KI erstellt

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In den frühen Morgenstunden des 25. November 2025 vollstreckten Polizei und Staatsanwaltschaft Hamburg mehrere Durchsuchungs- und Arrestbeschlüsse in Hamburg-Othmarschen und Rotherbaum sowie in Wedel, Schleswig-Holstein. Diese Maßnahmen sind Teil umfassender Ermittlungen gegen einen 48-jährigen Finanzberater und seine 39-jährige Ehefrau, die als Hauptverdächtige in einem Millionenbetrug gelten.

Der Hintergrund der Ermittlungen ist eine Anzeige einer renommierten Großkanzlei, die während ihrer Tätigkeit für eine insolvente Firma mutmaßlich ungerechtfertigte Beratungshonorare in Höhe von 7,69 Millionen Euro entdeckt hat. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Verantwortliche der entsprechenden Finanzberatungsfirma gleichzeitig als angestellter Rechtsanwalt der anzeigenden Kanzlei tätig war, was die Vorwürfe zusätzlich erschwert.

Im Verlauf der Ermittlungen entdeckten die Beamten, dass der 48-Jährige, der ebenfalls Geschäftsführer einer Gesellschaft für Pfandkredite ist, zwischen 2019 und 2025 mindestens 60 Darlehen fälschlicherweise als Pfandkredite deklariert hat. Diese Darlehen wurden ohne die erforderliche Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vergeben, was ihm unrechtmäßig über eine halbe Million Euro einbrachte.

Zusätzlich wird dem Ehepaar vorgeworfen, im Jahr 2020 Corona-Soforthilfen für beide Firmen beantragt und dabei falsche Angaben gemacht zu haben, wodurch sie Subventionen in Höhe von knapp 30.000 Euro erlangt haben sollen. Die Staatsanwaltschaft erwirkte aufgrund dieser Erkenntnisse Durchsuchungs- und Arrestbeschlüsse in Höhe von insgesamt 3,1 Millionen Euro.

Die Durchsuchungen führten zur Sicherstellung erheblicher Vermögenswerte. Die Polizeibeamten beschlagnahmten unter anderem vier hochwertige Fahrzeuge, darunter drei Porsche und einen Audi, sowie zwei Rolex-Uhren. Darüber hinaus wurden weitere Vermögenswerte in Form von Grundbesitz in mehreren Immobilien der Beschuldigten sichergestellt.

Bei den Durchsuchungen wurden die Verdächtigen im Wohn- und Geschäftssitz in Othmarschen angetroffen. Nach der Durchführung der Maßnahmen vor Ort wurden beide wieder entlassen, während die Ermittlungen wegen Untreue in besonders schwerem Fall sowie Beihilfe dazu und des Handelns ohne erforderliche Erlaubnis fortgesetzt werden.